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7. August 2018

Heute ist bereits um 06:00 Tagwacht. Wir wollen möglichst früh beim Monument Valley eintreffen. Entgegen den uns zur Verfügung stehenden Angaben wird aber nicht schon um 6 Uhr geöffnet, sondern erst um 8 Uhr. Die Leistungen des Visitor Centers sind noch optimierbar. Nach dem gestrigen Amuse-bouche kommen wir nun hier in den Genuss des vollen Menüs. Die bizarren Felsformationen geben der Phantasie weiten Raum. Hier sieht man Gesichter, dort Tiere und die Szenerie ist insgesamt schlichtweg überwältigend.
Anschliessend setzen wir unsere Reise weiter Richtung Grand Canyon. Der Weg führt durch weiträumige Steppen und Halbwüsten. Hinter Page überquerten wir den Colorado, der hier erst 150 Meter tiefer liegt. Je höher man gelangt, desto dichter wird die Vegetation, bis man auf ca. 2500 müM durch einen lichten Wald fährt.
Da die nächste, noch freie Unterkunft 45 Meilen vom eigentlichen Ziel entfernt liegt, gönnen wir uns keine Pause, sondern fahren gleich weiter, grösstenteils durch Hochebenen, die an die Freiberge erinnern, nur dass sie rund 1500 Meter höher liegen. Rauch wird sicht- und riechbar und deutet auf Waldbrand hin. Eine Forstbeobachterin versichert uns aber, der Brand sei „weitgehend“ unter Kontrolle. Von der Strasse aus sehen wir die verheerenden Auswirkungen früherer Brände.
Der Grand Canyon schliesslich bietet einen atemberaubenden Anblick. Mächtig und gewaltig liegt das Gefels vor einem, durch das der Colorado River sich im Lauf der Jahrmillionen gekämpft hat. Im Gift Shop fangen wir an zu begreifen, was u.a. den handelspolitischen Ärger des Amerikanerpräsidenten auslöst: Die hier erhältlichen Ansichtskarten sind alle „Made in China“.
Das etwas altmodische, aber gemütliche Hotel mitten im „Tannenwald“ ist sehr erholsam. Wir geniessen die Ruhe und die feinen Waldgeräusche von allerhand Getier in der milden Abendsonne bei angenehmen gefühlten 25,5 Grad Celsius.

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