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14. August 2018

Die heutige Fahrt brachte uns nach Carson City, der Hauptstadt von Nevada, rund 500 km weiter westlich. Im Unterschied zu den bisherigen Tagen war der Himmel nicht makellos blau mit ein paar Dekorwölkchen, sondern zeigte sich den ganzen Tag über von einer eher dynamischen Seite, einschliesslich einiger Tropfen.

Ebenfalls im Unterschied zu den vergangenen Tagen überquerten wir die Bergketten und jeweils sehr weiten Täler – eher Hochebenen – in ost-westlicher Richtung. Das Landschaftsbild war somit vielfältiger. Einige Gebiete waren ziemlich sandig und trocken oder gar eigentliche Salzwüsten. Anderswo war es recht grün; auf den kargen Weiden graste Ross und Rind. Insgesamt war es aber wirklich sehr einsam in diesem Teil der USA und es gibt nur ganz wenige besiedelte Orte. Einer davon ist Eureka. Nach einem kurzen Augenschein war unser Kommentar: „Do döödelet’s“. Aufgrund der Silberminen dürfte der Name vor 130 Jahren durchaus zutreffend gewesen sein – heute wirkt er etwas deplaciert. Auch der nächste Kleinstort (auf Amerikanisch gibt es wohl keine „Dörfer“), Austin, zeugte nicht gerade von überbordender Lebensfreude.
Bei der Ankunft hier in Carson wurden wir zuerst von einem Gewitter empfangen. Die Regentropfen verliehen der Luft den typischen Geruch nach benetzten staubigen Strassen.

Was hier, im ländlichen Nevada, unter anderem auffällt: Die Polizeipräsenz auf den Überlandstrassen ist höher als anderswo. Und man befindet sich hier in einem eindeutig weissen Amerika. Afro-Amerikaner gibt es hier kaum; einige Latinos/-as sieht man allenfalls im Dienstleistungsbetrieb; und Ureinwohner sind nicht als solche erkennbar.

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