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16. August 2018

Faute de mieux nehmen wir heute unser Frühstück bei McDonald‘s ein. Der Cappuccino war ganz ordentlich, der Apple Pie eher ein Industrieprodukt.
Im nahe gelegenen Burney Fall machten wir einen sehr erfrischenden Morgenspaziergang, vorbei an einem Wasserfall, wo die Indianer bis heute ihre Zeremonien abhalten, entlang einem sehr sauberen Bach, durch einen Urwald mit riesigen „Tannen“. Pumas und Bären zeigten kein Interesse an uns.
Die Weiterfahrt in östlicher Richtung führte durch Waldgebiete; allenthalben sah man Rauchschwaden in der Ferne. In den Ebenen war das Grasland völlig ausgetrocknet; wo es Wasser gab weideten die hier typischen schwarzen Rinder – übrigens auch hier grösstenteils hornfrei. Je weiter östlich man gelangt desto trockener wird es.
In Cedarville, in dessen weiterer Umgebung wir übernachten wollen, suchen wir den auf der Karte eingezeichneten See vergeblich. Vielleicht nennt sich die Gegend hier deshalb „Surprise Valley“. Das einzige Wasser ist die Fata Morgana über dem Wüstenboden. Flurnamen wie „Lake View“ darf man nicht zu ernst nehmen.
Unser Entdeckertrieb kommt jäh zum Erliegen als wir an der „Staatsgrenze“ zwischen Kalifornien und Nevada ein Schild sehen mit der Aufschrift „here ends the asphalt road“ und dem Hinweis, dass es auf den nächsten 100 Meilen keine Dienstleistungen gibt. Also entscheiden wir uns für einen frühen Feierabend und beziehen unsere Desert Lodge mit heissen Quellen und einer Herde von kanadischen Gänse – die schlagen nicht Alarm, sondern sind permanent am grasen. An einem hübschen Weiher entspannen wir uns unter einem Sonnendach und hören dem unablässig wehenden Wind und dem Lispeln der Espen zu.

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