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24. August 2018

Auch heute Morgen sind Stimmung und Temperaturen hier in Sonoma herbstlich. Die Hochnebeldecke löst sich im Laufe des Tages auf und am Nachmittag herrschen milde 25 Grad. Bevor wir uns auf unsere Fahrt durch das Wine Country machen lassen wir unseren Wagen waschen. Nach all den Strapazen auf ungeteerten Bergstrassen hat er es wirklich nötig. Auch eine Innenreinigung wäre angezeigt, aber wir wollen‘s nicht übertreiben, schliesslich war das Vehikel auch nicht wirklich sauber als wir es in New Orleans übernahmen. Der Service ist übrigens tadellos; nach der maschinellen Trocknung erfolgte der Finish dann noch von Hand. Diese Art von Jobs wird hier zum grossen Teil von Latinos erledigt, deren Castellano einfacher zu verstehen ist als in Andalusien…

Das Sonoma Valley ist ein leicht gewelltes Hügelland, das sich eigentlich aus drei Unterregionen zusammensetzt, und sich durch viel Wald mit mediterranen Eichen auszeichnet. Die Rebflächen und Weingüter sind hier relativ bescheiden.

Nur eine kaum erkennbare Bodenerhebung trennt Sonoma von Napa. Das Napa Valley weitet sich gegen Süden aus. Die Wälder – häufig nur noch Baumgruppen – beschränken sich bald aus die immer ferneren Hügelzüge. Im Unterschied zu Sonoma, wo es doch noch einige Viehbestände und andere Landwirtschaftszonen gibt, ist hier die Rebe absolut dominant. Die einzelnen Rebflächen sind grösser als in Sonoma, die Weingüter pompös. Das Bild wird abgerundet durch zahlreiche Edelrestaurants und Nobelherbergen. Der Verkehr auf dem vierspurigen Highway ist deutlich intensiver als auf den schmalen und kurvigen Nebensträsschen des Sonoma-Hügellandes.
Was alles der Qualität der Napa-Gewächse keinerlei Abbruch tut. Der Sauvignon blanc – hier „Fumé blanc“ genannt, den ich mir gestern auf meiner Erkundigungstour zu Gemüte führte, irritierte mich anfänglich durch seine intensiven, nach Clementinen riechenden Geruch. Nach kurzer Belüftung schlürfte er sich dann ganz harmonisch, ohne die früher üblichen Eichenfassattacken.

Zum Abendessen – Pilzrisotto bzw. Lammschenkel (wer hat wohl was bestellt?) – genehmigten wir uns einen Barbera, dem etwas Syrah die schroffen Kanten schliff und seine Struktur stärkte. Über die Qualität des Cabernet Sauvignon als Schlummertrunk könnten wir uns nicht einigen – aber das wussten schon die Lateiner.

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