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2. und 3. Juli 2018

Gestern um 08:20 wurden die Leinen in Genua gelöst und es ging ganz, ganz langsam los. So ein grosses Containerschiff wird äußerst vorsichtig bewegt. Duri steht schon bereit, um als Matrose anzuheuern.
Wie wir gelernt haben, ist der Fahrplan die wichtigste Dimension im Containerbusiness. Da ist natürlich ziemlich viel Puffer eingearbeitet, was dazu führte, dass wir für die Strecke bis Fos-sur-Mer 26 Sunden benötigten. Wir hatten also genügend Zeit uns das Schiff anzusehen. Dieses ist etwas heruntergekommenen, viel Rost und Russ und ein Puget ziert die Messe.
Am Nachmittag hatten wir dann Safetyeinweisung, diese war gut gemacht und hat uns auch Deck, Bug und Heck erkunden lassen.
So sind wir dann gemächlich der Riviera und der Côte entlang getuckert, Meer und Sonne genossen, eine Nacht geschlafen, bevor wir dann heute früh nach Sonnenaufgang den Hafen von Fos in Angriff nahmen.
Eine gute Stunde dauerte es bis das Schiff sauber geparkt war. Der Hafen hier ist riesig und wir mussten feststellen, dass unser Schiff von der Größe nicht ganz Champions League reif ist. Morgen geht es dann weiter nach Barcelona.

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1. Juli 2018

Wie gestern geschrieben, war heute Slow Start angesagt. Morgenspaziergang durch Genua, Frühstück, Zahnstocher suchen, Bahn nach Voltri, warten, Taxi zum Terminal – dem Fahrer mussten wir den Weg zeigen… – Security Check, Shuttle zum Schiff und dann endlich die Gangway hoch zum Upperdeck.

Wir wurden freundlich empfangen – die Besatzung trug die schweren Taschen hoch – und dann ging es gleich in die Kabinen. Diese sind recht gross und versprühen einen etwas verblichenen Charme. Mehr dazu dann irgendwann von unterwegs.
Heute ist einfach mal staunen angesagt. Es ist alles riesig und sehr geschäftig. Über Nacht werden jetzt ca. 700 Container gelöscht und 500 andere geladen. Es ist faszinierend, dem Ganzen zu zuschauen!

Die Uhr in Duri‘s Kabine geht 6 Sunden nach; wenn sie wieder stimmt, sind wir in New York.

Losfahren sollen wir morgen so gegen 08:00 – so genau weiss das der Kapitän, der hier Master heisst, aber auch noch nicht. Wir werden es sehen.

PS: Korrektur – Kolumbus ist nicht von Sevilla, dort holte er nur die Kohle, sondern von der Gegend bei Huelva losgefahren.

30. Juni 2018

Die SBB und Trenitalia haben heute einen guten Job gemacht und uns bequem und superpünktlich nach Genua spediert.
Das erste Monument, das wir gleich beim Bahnhofsausgang antrafen, war Columbus gewidmet ; eine passende Aufmunterung für unser Vorhaben. Seine Schiffe waren natürlich schon etwas kleiner aber er ist ja auch nur von Sevilla rüber gefahren…
Genua hat uns mit viel Sonne und einer angenehmen Brise empfangen, was uns einen angenehmen und schönen Spaziergang durch die große und recht imposante Altstadt ermöglichte. San Lorenzo ist eine der vielen eindrücklichen Kirche. Ein Blick über den Hafen gehörte natürlich auch zum Programm. Morgen gibt es einen ruhigen Start und dann ist einschiffen angesagt.

23. Juni 2018

In einer Woche geht es mit unserer Reise los. So genau wissen wir das noch nicht, da das Abfahrtsdatum unseres Schiffs in Genua noch nicht definitiv feststeht. Es wurde uns ja gesagt, dass wir ziemlich flexibel sein müssen…

Zu tun gibt es immer noch einiges, das Gröbste ist aber vorbereitet – es ist ja auch langsam Zeit, die ersten Planungen haben ja bereits im Oktober 2017 stattgefunden. Offen ist neben dem Zugticket nach Genua und die Reservation eines Hotels in der Nähe des Hafens eigentlich nur noch das Packen und natürlich die Triage damit die Reisetasche nicht allzu voll wird. Für zwei Monate, so lange sind wir unterwegs, benötigt man ja eigentlich nicht mehr als für 2 Wochen. Waschmaschinen gibt es überall und sonst haben wir ja noch die Kärtchen.